Bowl by Jan Van der Vaart
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Bowl by Jan Van der Vaart
Bowl by Jan Van der Vaart

Bowl 1960 - 1980

Jan Van der Vaart

Keramik
10.50 cm, ø 14 cm
ConditionExcellent
€ 500 - 600

The Millen House

  • Über Kunstwerk
    Jan van der Vaart’s "Bowl" (1969–1975) is a 10.5 x 14.9 x 14.9 cm porcelain piece with a striking bronze glaze. Its cylindrical form showcases van der Vaart’s minimalist approach, while the metallic finish adds depth and texture, creating a captivating interplay of light and shadow. The bowl is signed underneath with “V D VAART,” a wheel mark, and the type number “N.50,” indicating its potential as a prototype or unique creation. This piece reflects van der Vaart’s innovative blend of functionality and sculptural artistry, aligning with his modernist ethos. Its industrial yet refined aesthetic makes it a compelling example of mid-century modern ceramics and a testament to van der Vaart’s lasting influence in the field.
  • Über Künstler

    Jan van der Vaart wurde am 17. August 1931 in Den Haag geboren. Schon in jungen Jahren faszinierten ihn Form und Struktur. Sein frühes Interesse an Zeichnen und Handwerk führte ihn an die Königliche Kunstakademie in Den Haag, wo er seine Keramikausbildung begann. Van der Vaart entwickelte sich zu einem der führenden niederländischen Keramiker des 20. Jahrhunderts und wurde für seinen geometrischen und architektonischen Ansatz in der Keramikkunst gelobt.

    Van der Vaart war kein Keramiker, der sich von Dekoration oder Ornamentik leiten ließ; er strebte nach reinen, klaren Formen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch gerade Linien, kubistische Einflüsse und eine fast mathematische Präzision aus. Er fand Inspiration in moderner Architektur und im Konstruktivismus, was sich in seinen Vasen, Schalen und Objekten widerspiegelte, die oft modular oder stapelbar waren. Mit seinem abstrakten Ansatz schloss er sich der Tradition von De Stijl und den funktionalistischen Bewegungen an, entwickelte aber dennoch eine ganz eigene Handschrift.

    1968 wurde er als Dozent an die Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam berufen, wo er mit seiner unverwechselbaren Vision von Design und Funktion eine neue Generation von Keramikern inspirierte. Sein Unterricht war genau wie seine Arbeit: klar, streng und wohlüberlegt, mit großem Augenmerk auf handwerkliche Perfektion.

    Van der Vaart experimentierte viel mit Glasuren. Seine glänzenden Glasuren in intensiven Farben wie Kupferrot, Blau und Türkis sind zu Ikonen geworden. Seine Objekte, oft als Unikate oder in limitierter Auflage entworfen, fanden sowohl Eingang in Kunstsammlungen als auch in Design-Interieurs. Er betrachtete Keramik als eigenständige Kunstform und trug zu ihrer höheren Wertschätzung in den Niederlanden bei, sowohl in Museumssammlungen als auch auf dem Kunstmarkt.

    Seine Werke sind in zahlreichen Museen vertreten, darunter im Stedelijk Museum Amsterdam, im Gemeentemuseum Den Haag (heute Kunstmuseum Den Haag) und in internationalen Sammlungen. In den 1970er und 1980er Jahren erlangte er auch außerhalb der Niederlande Bekanntheit, unter anderem in Deutschland und den skandinavischen Ländern.

    Jan van der Vaart starb am 14. November 2000 in Amsterdam. Sein Erbe lebt in seinen zeitlosen Designs und in den vielen Keramikern weiter, die er beeinflusste. Sein Werk bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für die zeitgenössische Keramikkunst im In- und Ausland.

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