Kussenobject by Françoise Van den Bosch
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Kussenobject by Françoise Van den Bosch
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Kussenobject by Françoise Van den Bosch
Kussenobject by Françoise Van den Bosch
Kussenobject by Françoise Van den Bosch

Kussenobject 1965 - 1975

Françoise Van den Bosch

AluminiumMetall
5.50 ⨯ 11.50 ⨯ 5.70 cm
ConditionExcellent
€ 1.000 - 2.000

The Millen House

  • Über Kunstwerk
    Françoise van de Bosch’s "Tweedelig Object" (circa 1975) is a polished aluminum sculpture measuring 5.7 x 11.5 x 5.7 cm. This compact piece combines soft, cushion-like folds with the sleek, industrial quality of polished aluminum. Its reflective surface enhances the interplay of gentle curves and sharp edges, creating a dynamic relationship with light. A pioneer in Dutch modernist jewelry and design, van de Bosch was celebrated for her innovative use of materials and forms. *Tweedelig Object* exemplifies her ability to merge softness and rigidity, blurring the lines between functional design and fine art. This rare work captures her exploration of tension and materiality, making it a significant piece for collectors of 20th-century design and modernist sculpture.
  • Über Künstler

    Françoise van den Bosch wurde am 29. Februar 1944 in Hilversum in eine etablierte Familie hineingeboren. Schon früh verspürte sie das Bedürfnis, ihren eigenen Weg jenseits ihrer Herkunft zu finden. Diesen Weg fand sie in der Welt der Kunst und des Goldschmiedehandwerks. Nach ihrer Ausbildung an der Akademie in Arnheim, wo sie 1969 ihren Abschluss in Goldschmiedekunst machte, belegte sie weitere Kurse an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam. Hier entwickelte sie ihren unverwechselbaren, innovativen Stil.

    Van den Bosch machte sich schnell einen Namen als Pionierin der niederländischen Schmuckkunst. Sie entwarf robusten, geometrischen Schmuck, der oft aus einfachen Formen und industriellen Materialien wie Stahl, Aluminium und Kupfer bestand. Ihre Arbeiten zeichneten sich durch klare Linien, eine klare Konstruktion und eine nüchterne, fast architektonische Ästhetik aus. Ihr Schmuck bewegte sich oft zwischen tragbarem Objekt und kleiner Skulptur.

    Schon in jungen Jahren wurden ihre Arbeiten in bedeutenden Ausstellungen gezeigt, darunter „Objects to Wear“, eine internationale Wanderausstellung, die ihre Position als innovative Künstlerin bestätigte. Sie war die jüngste Teilnehmerin und zeichnete sich durch ihren experimentellen Umgang mit Schmuck als Kunstform aus. Van den Bosch war zudem Mitbegründerin des Bond van Oproerige Edelsmeden (B.O.E.), einer Bewegung, die sich für die Anerkennung von Schmuck als eigenständige Kunstform einsetzte und sich gegen die geschlossene Ankaufspolitik von Museen und Regierung aussprach.

    Ihre Arbeitsweise war forschend und direkt. Sie orientierte sich an den Eigenschaften des Materials und suchte stets die Spannung zwischen Form und Funktion. Ihre Schmuckstücke und Objekte, oft aus schlanken Rohren und Platten gefertigt, waren durchdacht und bewusst schlicht. Sie selbst sagte, Metall sei eine Herausforderung und ein Hindernis für sie gewesen, und genau darin liege die Stärke ihrer Arbeit.

    1976 entwarf sie eine eindrucksvolle Abschiedsmedaille für die PTT, ein Entwurf, der sowohl formal als auch symbolisch beeindruckte. Ihr Werk entwickelte sich hin zu autonomen Objekten und Skulpturen, in denen die Grenzen zwischen Kunst und Schmuck zunehmend verschwimmen.

    Françoise van den Bosch starb unerwartet jung am 18. Juli 1977 in Amsterdam, während sie an einer Retrospektive ihres Werkes arbeitete. Die Françoise van den Bosch Stiftung wurde in Erinnerung an ihr Leben und Werk gegründet. Diese Stiftung verwaltet ihren Nachlass, unterstützt zeitgenössische Schmuckkünstler und verleiht alle zwei Jahre den Françoise van den Bosch Preis an einen führenden Designer.

    Van den Boschs Werk lebt in Museumssammlungen weiter und inspiriert bis heute Künstler weltweit. Ihr Vermächtnis symbolisiert die Kraft der Einfachheit, der technischen Meisterhaftigkeit und der künstlerischen Integrität der Schmuckkunst.

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