Rusland, Sibirien, Nova Zembla 1740
Isaak Tirion
€ 225
Inter-Antiquariaat Mefferdt & De Jonge
- Über KunstwerkNieuwe kaart van Tartarie na de alderlaaste ontdekking in 't ligt gebracht , kopergravure vervaardigd door J. Keizer, 1732, verschenen in de "Nieuwe en Beknopte Hand-Atlas, bestaande in eene Verzameling van eenige der algemeenste en nodigste Landkaarten", uitgegeven door Isaak Tirion te Amsterdam in 1740 en later. In de tijd met de hand gekleurd. Afm. 28,3 x 34,9 cm. Kaart van Siberië, Nova Zembla, Korea en een deel van Japan. Titel met uitgeversimpressum en windroos rechtsboven; schaalstokken met naam van de graveur en datering rechtsonder. Isaak Tirion (1705 - 1765) was een Nederlands boekhandelaar en uitgever met z'n zaak aan de Nieuwezijds Voorburgwal, later in de meer in aanzien staande Kalverstraat. Hij publiceerde een groot aantal boeken, serie-werken en tijdschriften, waaronder vele topografische werken. Prijs: Euro225,-
- Über Künstler
Isaak Tirion (ca. 1705–1765) war einer der einflussreichsten Amsterdamer Verleger des 18. Jahrhunderts – ein Mann, der mit Papier, Kupferplatten und großem Ehrgeiz das Weltbild seiner Zeit prägte. Geboren in Utrecht und um 1725 in Amsterdam niedergelassen, baute er von seinem Laden am Nieuwendijk und später in der Kalverstraat aus ein Verlagsimperium auf, das Wissen buchstäblich auf die Landkarte brachte.
Tirion veröffentlichte ein beeindruckendes Werk an Büchern, Zeitschriften und umfangreichen Reihen. Sein Name wurde untrennbar mit monumentalen Projekten wie der „Hedendaagse Historie“ (45 Bände) und dem „Tegenwoordige Staat der Vereenigde Nederlanden“ (12 Bände) verbunden, in denen er die Welt und die Republik systematisch in Bild und Wort darstellte. Seine Stärke lag nicht nur im Unternehmergeist, sondern auch in seiner redaktionellen Vision: Er verstand es, Informationen für ein wachsendes, wissbegieriges Publikum zu organisieren, zu aktualisieren und kommerziell erfolgreich aufzubereiten.
Besonders berühmt wurde er für seine Atlanten. Zwischen etwa 1740 und 1784 erschienen mehrere Ausgaben, von kompakten Sammlungen bis hin zu umfangreichen Werken mit über hundert Karten. Der Atlas von Zeeland (1760) gilt als Höhepunkt: ein reich illustriertes Werk mit Karten, Stadt- und Dorfansichten sowie Porträts bekannter Zeeländer. Handschriftliche Karten der Familie Hattinga dienten als Grundlage für dieses Projekt – ein Beispiel dafür, wie Tirion vorhandenes Wissen in hochwertige Stiche auf festem Papier umsetzte. Er empfahl den Käufern sogar, Platz in den Einbänden für zukünftige Ergänzungen zu lassen: ein Verleger mit Weitblick.
Sein Schaffen beschränkte sich nicht auf kommerzielle Publikationen. Im Auftrag der Staaten von Holland und Westfriesland erstellte er zwischen 1754 und 1765 zahlreiche Wasserwirtschaftskarten, teils vertraulicher Natur. Dabei fungierte Tirion als akribischer Herausgeber von technisch und politisch sensiblem Kartenmaterial – eine Rolle, die seinen Ruf als zuverlässiger und kompetenter Verleger untermauerte.
Nach seinem Tod im Jahr 1765 wurde er in Amsterdam beigesetzt. Seine Witwe, Johanna Koster, führte das Geschäft noch einige Jahre weiter und bewies damit, dass Tirions Verlag nicht nur ein Unternehmen, sondern ein etablierter Name in der Welt der Bücher und Landkarten war.
Isaak Tirion war mehr als ein Buchhändler: Er war ein Architekt des Wissens. In einer Zeit, in der die Welt immer größer und komplexer wurde, gestaltete er sie – gedruckt mit Tinte, in Kupfer gestochen und in der ganzen Republik und darüber hinaus verbreitet.
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